Märchenstunde
in der 1a
Der verschwundene Prinz
(geschrieben von Stjepan)
Es
lebte einmal ein Prinz, der eine große Burg
besaß. Als er eines Tages wieder mit seinem
Lieblingspferd über die Wiesen galoppierte,
traf er eine alte Frau. Sie trug einen Krug mit
Wasser. Und weil der Prinz durstig war, bekam er
von der alten Frau einen Schluck. Aber die Alte
war eine Hexe und das Wasser vergiftet. Die Hexe
war nämlich dem Prinzen Schönheit und
Reichtum neidig. Sobald der Prinz getrunken hatte,
verwandelte er sich in eine Maus.
In der Burg hatten sie Angst um den Prinzen, als
er nicht zurückkam. Seine Mutter, die Königin,
beauftragte die besten Ritter ihn zu finden. Die
Ritter suchten und suchten im ganzen Land, aber
sie fanden ihn nicht. Alle Bewohner des Landes waren
bald auf der Suche nach dem Prinzen.
Eines Tages kam eine hübsche, junge Frau auf
ihrer Suche zu einer Waldhütte. Dass diese
Hütte der Hexe gehörte, wusste sie nicht.
Eine Maus lief ihr immer nach. Der Frau grauste
und sie sagte: Geh weg von mir! Aber
die Maus kam ihr immer näher. Da lief die Frau
in die Hütte. Doch die Maus huschte ihr nach
und piepste: Ich bin der Prinz! Das
ist unmöglich!, entgegnete die Frau und
sah sich in der Hütte um. Auf einem Tisch entdeckte
sie ein aufgeschlagenes Buch. Neugierig beugte sie
sich darüber und las: Huli wudri, die
Maus soll sich wieder in einen Menschen verwandeln.
Plötzlich stand der Prinz vor ihr. Da wusste
sie, dass sie das Zauberbuch der Hexe entdeckt hatte.
Zum Dank nahm der Prinz die junge Frau mit auf seine
Burg. Dort feierten sie ein großes Fest.
Melina
und Shakira (geschrieben von Alice)
Es war einmal ein junges Ehepaar, das in einem Haus
mit einer Mühle wohnte. Es führte eine
märchenhafte Ehe. Bald nach der Hochzeit bekam
es eine Tochter namens Melina. Jetzt war die Familie
perfekt.
15 Jahre vergingen schnell, Melina war sehr hübsch,
fröhlich und vor allem mutig. Aber sie konnte
leider nichts sehen, da sie blind war. Jeden Morgen
ging sie im Wald neben dem Haus spazieren. Das Mädchen
hatte Talent mit Tieren umzugehen. Die Tiere im
Wald freuten sich jeden Tag auf Melina, denn sie
fütterte die Tiere mit Brotkrümeln und
Essensresten.
Eines Morgens hörte das Mädchen ein furchtbares
Katzengeschrei. Sie rannte mit ihrem Vater aus dem
Haus um nach zusehen was geschehen war. Die lauten
Schreie kamen aus dem Wald. Da lag eine schwarze
Katze in einer Wolfsfalle. Der Vater versuchte mit
aller Kraft die Katze zu befreien. Als er es geschafft
hatte, gingen sie mit der Katze nach Hause. Die
Mutter verarztete die Katze und legte sie in Melinas
Bett. Melina setzte sich neben die Katze und streichelte
sie. Die Katze war so dankbar, dass ihr ein "Dankeschön"
aus ihrem Mäulchen rutschte. Melina war sehr
verwundert, als sie das hörte und sie fragte:
"Ist da jemand?" Da sprach die Katze:
"Bitte erschrecke nicht vor mir, ich bin es,
die Katze." Nach einem langen und ausführlichen
Gespräch, erkannte Melina, dass diese Katze
eine ganz besondere Katze war und Shakira hieß.
Es entwickelte sich eine dicke Freundschaft zwischen
den beiden. Die Katze konnte nicht nur sprechen,
sondern sie war auch eine große Hilfe für
Melina. Mit Hilfe von Shakira konnte das blinde
Mädchen auch in die Stadt spazieren, denn Shakira
wies ihr den Weg.
Als die beiden eines Abends nach Hause kamen, fanden
sie ein verwüstetes Haus vor und Melinas Eltern
waren verschwunden. Sie liefen in den Wald und das
Mädchen schrie mehrmals: "Vater! Mutter!
Wo seid ihr?" Plötzlich sprang aus einem
Gebüsch am Wegesrand ein großer, starker
Wolf heraus. "Was wollt ihr hier in meinem
Revier?" knurrte der Wolf. "Ich bin Melina
und suche meine Eltern, aber ich finde sie nicht,
kannst du mir bitte helfen?" Der Wolf antwortete:
"Folge mir und ich werde dich zu deinen Eltern
bringen."
Sie hatten einen langen Weg vor sich. Im finsteren
Wald stand ein riesiges Schloss. Als Shakira davor
stand, begann sie fürchterlich zu zittern.
Melina fragte: "Shakira, warum bist du so ängstlich?"
Da erzählte Shakira ihr, dass sie aus diesem
Schloss stamme und davongerannt wäre, denn
die Schlossherrin sei eine ganz böse Frau.
"Ich musste den ganzen Tag für sie kochen
und putzen. Eines Morgens meinte sie zornig, dass
ich ihre Befehle nicht ordentlich befolge. Zur Strafe
belegte sie mich mit einem Zauberspruch und verwandelte
mich in eine Katze."
Plötzlich öffnete sich das große
Schlosstor, die Schlossherrin kam auf Melina zu
und sagte: "Ich kann dir helfen deine Eltern
zu finden, aber dafür bekomme ich deine Katze."
Melina dachte lange nach und stimmte dann zu.
Als ihre Eltern frei waren, war Melina sehr glücklich,
aber trotz allem sehr traurig, denn Shakira musste
im Schloss bleiben.
Plötzlich hörte die Familie viele verschiedene
Tierstimmen auf das Schloss zukommen. Der Vater
sagte: "Melina, alle Tiere des Waldes sind
hier um dir zu helfen Shakira wieder zu bekommen."
Melina freute sich sehr. Die Tiere attackierten
die böse Frau und es gelang ihnen, ihr den
Zauberstab zu entreißen. Shakira nahm den
Zauberstab schnell in ihr Maul, zauberte sich wieder
zurück in das Mädchen, das sie vorher
gewesen war und zugleich verzauberte sie die Schlossherrin
in ein Warzenschwein. Dann zerbrach sie den Zauberstab
und alle gingen als glückliche Familie nach
Hause. Die Eltern nahmen Shakira als zweite Tochter
auf und Melina war überglücklich eine
Schwester zu haben.
Sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.
Der
mutige Prinz und die Prinzessin in der Mühle
(geschrieben von Ali)
Es gab einmal ein Schloss. In dem wohnten ein mutiger
Prinz und eine eingebildete Prinzessin, die dem
Prinzen versprochen war. Der Vater des Prinzen wollte,
dass er diese eingebildete Prinzessin heiratet.
Aber der Prinz wollte das nicht und beschloss zu
flüchten. Als er das Schloss verließ,
bemerkte das der Vater und schickte schnell die
Wachen. In seiner Verzweiflung begann der Prinz
so schnell zu laufen wie er konnte und die Wachen
kamen zu spät.
Als der Prinz schon einige Zeit gegangen war kam
er zu einem Stein. Darauf stand: rechts oder links.
Der Prinz wusste nicht was er tun sollte. Doch da
bemerkte er, dass in winzigen Buchstaben noch etwas
dazugeschrieben war und er las:
Wenn du rechts gehst wirst du sterben. Wenn du links
gehst, begegnest du einer Bestie, die du vielleicht
besiegen kannst. Auf jeden Fall musst du den uralten
Wald durchqueren.
Der Prinz entschloss sich den linken Weg zu gehen.
Er war ein sehr mutiger Prinz und betrat tapfer
den finsteren Wald. Er ging weiter und weiter, aber
außer Eulen sah er kein einziges Lebewesen.
Als er in der Ferne Licht sah, glaubte er dort müsse
der Wald zu Ende sein. Er begann zu laufen. Plötzlich
stand ein großer Wolf vor ihm. Der Prinz zog
schnell sein Schwert, aber der Wolf sprang ihn an
und knurrte: "Ich habe Hunger und du hast dich
für den linken Weg entschieden." Der Prinz
stieß den Wolf mit aller Kraft weg, sprang
auf und griff nach seinem Schwert. Als ihn der Wolf
wieder ansprang, stieß er ihm das Schwert
mitten ins Herz und tötete ihn. Der Prinz war
froh den Wolf getötet zu haben und lief schnell
aus dem Wald. Da sah er ein Dorf mit kleinen Häuschen.
Der Prinz ging durch das Dorf und merkte, dass die
Leute, die hier lebten, sehr arm waren. Und er wünschte
sich ihnen helfen zu können, damit sie reicher
werden.
Plötzlich begegnete ihm ein alter Mann und
sagte: "Ich kann dir drei Wünsche erfüllen!"
Der Prinz meinte: "Ich kenne dich nicht, wie
soll ich dir vertrauen?" Der Alte entgegnete:
"Jetzt kommt es für dich darauf an, ob
du mir vertrauen willst oder nicht." Der Prinz
überlegte und beschloss ihm zu vertrauen. Sein
erster Wunsch war, dass die armen Leute des Dorfes
reicher werden. "Aber dein Wunsch wird nur
in Erfüllung gehen, wenn du mir dein Schwert
gibst." Der Prinz überreichte dem Alten
das Schwert und was er sich gewünscht hatte
geschah. So ging sein erster Wunsch in Erfüllung.
Der Alte sagte: "Jetzt hast du noch zwei Wünsche
frei!" Da sprach der Prinz seinen zweiten Wunsch
aus. "Ich möchte zu der Prinzessin, die
ich seit Jahren liebe und die hinter den sieben
Bergen in einer Mühle lebt." Der alte
Mann erwiderte: "Wenn du auf den ersten Berg
zugehst wirst du ein goldenes Paar Stiefel finden.
Aber dafür musst du mir dein goldenes Zepter
geben. Und einen Wunsch hast du noch frei."
Da sprach der Prinz seinen letzten Wunsch aus: "Ich
wünsche mir jemanden, der mir hilft den Weg
zu finden." Der alte Mann antwortete: "Wenn
du den letzten Berg überquert hast, wird ein
Esel kommen. Der wird dir weiterhelfen und dich
zur alten Mühle führen. Aber dafür
musst du mir deine Krone geben." Der Alte nahm
die Krone und war plötzlich verschwunden. Der
Prinz ging schnell auf den ersten Berg zu. Doch
vor ihm lagen nur große Steine und der Prinz
fragte: "Wo sind die goldenen Stiefel?"
Kaum hatte er das gesprochen, waren die goldenen
Stiefel an seinen Füßen. Er ging ein
paar Schritte und bemerkte, dass er mit ihnen sehr
hoch und weit springen konnte. Er lief über
den ersten Berg, dann über den nächsten
Berg, dann über den dritten, später über
den vierten, nach einiger Zeit über den fünften
und über den sechsten. Als er vor dem letzten
Berg stand sagte der Prinz: "Dieser Berg sieht
gefährlich aus." Und als er am Gipfel
des siebenten Berges stand, stand plötzlich
wieder der Wolf vor ihm. Der Prinz erschrak: "Was
soll ich tun, ich habe mein Schwert nicht mehr und
den Wolf habe ich doch schon getötet."
Der Wolf sagte: "Ich bin nicht gestorben. Ich
habe nur so getan und dir dann die ganze Zeit nachspioniert."
Aber der Prinz vertraute auf seine Kraft, trat zornig
mit den Stiefeln nach dem Wolf und der flog in hohem
Bogen in den Wald zurück. Nach einiger Zeit
erreichte der Prinz ein Dorf. Da kam ihm der Esel
entgegen. Der Esel fragte: "Willst du zu deiner
geliebten Prinzessin die in einer Mühle wohnt?"
"Wo steht diese Mühle überhaupt?",
fragte der Prinz. Der Esel entgegnete: "Nicht
so eilig, die Mühle ist noch sehr weit von
hier, ungefähr noch zwei Tagesreisen. Steig
auf meinen Rücken und ich führe dich zu
deiner Prinzessin in der Mühle." Zwei
Tage später sagte der Esel: "Mein Herr,
dort drüben siehst du die Mühle."
Der Prinz lief hin und klopfte an. Die Prinzessin
fragte: "Wer ist da?" Und der Prinz antwortete:
"Ich bin es!" Der Prinz und die Prinzessin
waren froh und glücklich. Der Prinz sagte zu
ihr: "Du musst mit mir in mein Königreich
kommen." Sie verließen die Mühle
und der Esel, der vor der Mühle gewartet hatte,
verwandelte sich in ein wunderschönes Pferd.
Der Prinz hatte auch seine Krone, das goldene Zepter
und sein Schwert wieder. Gemeinsam ritten sie auf
dem Pferd, das so schnell wie der Wind lief, und
nach ein paar Stunden schon waren sie im Königreich
angekommen. Gemeinsam gingen sie zum Schloss hinauf.
Da kam ihnen der Vater entgegen und rief: "Hättest
du mir nur einmal gesagt, dass du eine andere liebst!"
Die eingebildete Prinzessin aber lief beleidigt
aus dem Königreich. Dort wartete schon der
Wolf und entführte sie in den Wald. Der Prinz
heiratete seine Prinzessin. Der Vater vererbte das
Königreich seinem Sohn und starb.
Und wenn sie nicht gestorben sind dann leben sie
noch heute.
Der
treue Diener (geschrieben von Mustafa)
Es gab einmal einen mutigen Prinzen .Er besaß
ein wunderschönes Schloss.
Der Prinz hatte zwei Diener, Mehmet und Bekir. Seinen
Diener Mehmet mochte er am liebsten, denn er war
stets fröhlich und blieb ihm immer treu. Das
störte den mürrischen Bekir und er dachte:
"Immer muss ich die Drecksarbeit machen."
Da lief er schnell in den Wald. Dort traf er den
Wolf. Bekir sagte zu ihm: "Du tötest den
Diener Mehmet. Er muss in einer Woche draußen
sein aus dem schönen Schloss." Aber der
Wolf fragte: "Was bekomme ich dafür?"
Bekir antwortete: "100 Schafe." Der Wolf
war einverstanden. Sie machten den Deal, schüttelten
einander Hand und Pfote und der Diener lief so schell
er konnte zum Schloss zurück.
Eine Woche wartete und wartete der Wolf vor dem
Schloss, aber Bekir war nie zu sehen. Denn weil
der Diener immer so fleißig gewesen war, hatte
der Prinz zu ihm gesagt: "Ruh dich einige Zeit
aus!" Der Magen des Wolfes knurrte immer lauter.
Und er fraß deshalb alle kleinen Kinder und
alten Frauen des Dorfes, die ihm über den Weg
liefen. Die Bürger hatten große Angst
und sie trauten sich nicht mehr raus aus ihren Häusern.
Der Prinz wunderte sich: "Warum arbeitet keiner?"
Der treuer Diener sagte: "Weil der böse
Wolf jeden frisst, der aus dem Haus geht."
Der Prinz sagte: "Dieser Wolf wohnt seit Jahren
in meinem Wald, aber das kann ich nicht zulassen."
Der Prinz zog sein Schwert und befahl Mehmet: "Sammle
die besten Krieger!" Und Mehmet gehorchte .Er
sammelte die besten Krieger und sie liefen in den
Wald um den Wolf zu töten.
Aber auch der Diener Bekir lief in den Wald und
er erzählte dem Wolf alles. Der vollgefressene
Wolf wollte weglaufen, aber er war zu dick dazu.
Plötzlich stürmten die Krieger und der
Prinz in die Höhle des dicken Wolfes. Die Krieger
hielten den Wolf fest, der Prinz schnitt seinen
Bauch auf und die Menschen schlüpften aus dem
Bauch. Der Prinz befahl: "Werft den Wolf in
den Kerker und gebt ihm nichts zu fressen."
Der Prinz war er leichtert, aber da stürzte
sich Bekir auf den Prinzen und wollte ihn töten.
Sofort sprang Mehmet dazwischen und rettete so das
Leben des Prinzen.
Der Prinz ließ Bekir zum Wolf in den Kerker
werfen. Aber weil der Wolf sehr hungrig war, fraß
er Bekir auf.
Der Prinz und sein treuer Diener lebten glücklich
bis ans Ende ihrer Tage.
Und die Moral von der Geschichte: Sei niemals selbstsüchtig!
Der
goldene Ring (geschrieben von Peti)
Vor langer Zeit lebte einmal in einer Mühle
ein blindes Mädchen mit dem Namen Aischa. Es
war noch ziemlich jung, als seine Mutter starb.
Kurz bevor die Mutter starb, schenkte sie ihr einen
goldenen Ring und sagte: "Dieser Ring soll
dich vor allem Bösen schützen!".
Aischa verstand die Bedeutung der Worte nicht. Aischa
bekam eine Stiefmutter. Darüber war sie nicht
erfreut. An ihrem 17. Geburtstag bekam Aischa von
ihren Vater einen Kater geschenkt. Sie nannte ihn
Miz. Der Vater wurde sehr krank und starb kurz nach
ihrem Geburtstag. Aischa weinte, die Stiefmutter
aber nicht. Eines Tages hörte Aischa, wie die
Stiefmutter zu einem Jäger sagte: "Töte
Aischa, damit ich alles Geld und die Mühle
für mich alleine habe!" Der Jäger
antwortete: "Ja, ich mache alles was sie wollen."
Aischa rannte, geführt von Miz, so schnell
sie konnte in den Wald. Doch der Jäger fand
es heraus, baute eine Falle im Wald auf und wartete.
Eines Tages hörte Aischa im Wald, ganz in ihrer
Nähe, einen Bären brüllen. Sie schrie
vor Angst. Da kam Kater Miz angelaufen und biss
den Bären in den Schwanz. Schmerzerfüllt
sprang der Bär in die Luft und schrie: "Au,
was habe ich dir denn getan?" Aischa wusste
nicht was passiert war und wer ihr gerade geholfen
hatte, denn sie war ja blind. Als sie Miz miauen
hörte, wusste sie, dass es der Kater gewesen
war, der ihr geholfen hatte. "Warum kannst
du sprechen?", fragte Aischa den Bären.
Dieser antwortete: "Weil ich in Wirklichkeit
ein Prinz bin. Eine Frau, die ich nicht heiraten
wollte, hat mich in einen Bären verwandelt."
"Hatte sie eine böse Stimme?", fragte
Aischa. Der Bär antwortete: "Ja, das hatte
sie." "Sie ist meine Stiefmutter und seit
mein Vater gestorben ist versucht sie mich zu töten",
sagte Aischa. "Wir könnten sie doch zusammen
besiegen", schlug der Bär vor. Aischa
war einverstanden. So machten sie sich auf den Weg.
Der Bär führte Aischa, denn sie war ja
blind, und der Kater folgte ihnen. Bei der Mühle
angekommen brüllte der Bär so laut er
konnte. Die böse Stiefmutter erschrak fürchterlich,
rannte in den Wald und stürzte in die Falle
des Jägers. Als der Jäger ihr heraushelfen
wollte, stürzte er ebenfalls hinein. Zum Dank
steckte Aischa dem Bären den goldenen Ring
an die Pranke. Da verwandelte sich der Bär
wieder in einen Prinzen. Er hielt um Aischas Hand
an und die beiden heirateten.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie
noch heute.
Der
beiden Brüder (geschrieben von Sefa)
Es gab einmal zwei Bauern die Brüder waren.
Sie waren sehr arm. Ihre Mutter war schon vor langer
Zeit gestorben und so hatten sie eine Stiefmutter
bekommen. Die zwei Bauern hatten auch eine Katze.
Wenn die Brüder spazieren gingen, lief die
Katze immer mit ihnen. Eines Tages kamen sie an
ein kleines Bauernhaus. In diesem Bauernhaus wohnte
eine nette, alte Frau. Sie fragte die beiden: "Könnt
ihr mir im Stall helfen?" Da halfen sie der
Bäuerin so gut sie konnten. Als sie wieder
nachhause gingen, fanden sie auf dem Weg ein Goldstück,
das wunderschön glänzte. Da wünschten
sie sich, sehr reich zu werden. Das Goldstück
hatte das gehört und plötzlich hatten
sie die schönsten Kleider an und viele Goldstücke
in den Taschen. Da kapierten sie, dass das Goldstück
Zauberkräfte hatte. Die böse Stiefmutter
hatte alles gesehen. Sie wollte selbst das Goldstück
besitzen und die beiden Brüder loswerden. Aber
auch die Katze hatte alles gesehen und gehört.
Und weil diese Katze eine besondere Katze war, konnte
sie auch sprechen. Sie ging zu den Brüdern
und erzählte ihnen alles. Die Brüder hatten
bisher nicht gewusst, wie böse ihre Stiefmutter
war. Sie suchten nach einem Plan, die Stiefmutter
los zu werden. Deshalb bauten sie in ihrem Zimmer
eine Falle für die Stiefmutter. Als diese eines
Tages in das Zimmer der Brüder schlich um nach
dem Goldstück zu suchen, schnappte die Falle
zu und sie war in einem Käfig gefangen. Die
Brüder packten sie und warfen sie in einen
Brunnen.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie
noch heute.